Merkel – Regentin der Ellipse

Merkels Popularität gründet auf Vergessen, Ausblenden und dem Wunsch, dazu zu gehören.

Verantwortlich:

Albrecht Müller

Angela Merkel wird bei der nächsten Bundestagswahl 2017 vermutlich die absolute Mehrheit der Mandate anpeilen. Unrealistisch ist das nicht. Es gründet nicht auf einem wahren Erfolg ihrer Politik. Diese ist eher zum Verzweifeln. Aber Merkel kann realistischerweise darauf hoffen, dass ihre eigene Parteiklientel aus CDU und CSU mit der Strategie „getrennt marschieren und vereint schlagen“ Punkte und WählerInnen sammelt, und dass zusätzlich links und linksliberal geprägte Menschen auf sie einschwenken. Wir konnten das bei den Reaktionen auf Merkels Auftritt bei Anne Will vom vergangenen Sonntag beobachten. TAZ-Redakteure zum Beispiel erwägen, Merkel und zum ersten Mal CDU zu wählen. Im persönlichen Umfeld begegnen mir Sozialdemokratinnen, die mit Respekt über Merkels Flüchtlingspolitik und den Auftritt bei Anne Will berichten. Ja, die grünen und roten Spitzenkandidaten der Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz loben die Bundeskanzlerin. Albrecht Müller.

Wer die schlimme Lage sehr vieler Menschen in unserem Land und in anderen Ländern Europas im Blick hat und wer beachtet, wie groß die Verantwortung der Bundeskanzlerin für diese Zustände ist, kann eigentlich fast nur noch verzweifeln

Gestern Abend trat Christoph Sieber im „Tollhaus“ in Karlsruhe auf. Die Verzweiflung über das Ausblenden und die Ignoranz gegenüber der Realität war ihm ins Gesicht geschrieben. Das letzte Stück der Vorstellung – hier in einer früheren Version bei 3Sat – sei hier verlinkt, damit Sie, liebe Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten einen unmittelbaren Eindruck davon bekommen, wie die Realität in einem wichtigen Segment unserer Politik aussieht – bei der Frage um Frieden oder Krieg.

So fängt das Stück von Christoph Sieber an (in den nächsten Tagen wird der volle Text nachgereicht):

„Ich will mich nicht gewöhnen, dass Deutschland Teil einer Kriegsmaschinerie ist. Ich will mich nicht gewöhnen, wenn der SPIEGEL schreibt, das Deutschland endlich in der Normalität angekommen ist, wenn es sich an internationalen Kriegseinsätzen beteiligt. Die Beteiligung an Kriegen darf nie Normalität werden.“

hier weiterlesen: http://www.nachdenkseiten.de/?p=31801

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