Die wichtigsten Elite-Netzwerke

Die Verstrickungen von Politikern und Journalisten in Elite-Netzwerken

Foto: Das Hotel Dolce in Sitges, Spanien. Dort fand 2010 das Treffen der Bilderberger Gruppe statt / Raro42 / CC BY-SA 3.0

Von Berthold Arndt, Dipl.-Math. – Kennen Sie die Bilderberger? Die Bilderberger treffen sich jährlich auf Konferenzen. Eingeladen werden dazu ca. 130 einflussreiche Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Militär, Politik, Medien, Hochschulen und Adel. Die Teilnahme an den Bilderberg-Konferenzen ist abhängig von einer Einladung durch den Vorsitzenden und die beiden ehrenamtlichen Generalsekretären, die nach Beratung und Empfehlung des achtköpfigen Lenkungsausschusses (Steering Commitee) erfolgt. Es gibt keine Mitgliedschaft und keinen Gründungsvertrag.

Die erste Bilderberg-Konferenz wurde Anfang Mai 1954 im Hotel de Bilderberg in Oosterbeek durch Prinz Bernhard der Niederlande eröffnet. Seitdem erfolgen die Konferenzen jährlich und immer an einem anderen Ort. Die Konferenzen dauern drei Tage. Es wird Verschwiegenheit über die Gesprächsinhalte vereinbart. Vor allem Fragen der Weltwirtschaft und der internationalen Beziehungen werden besprochen.

Das Bilderberg Steering Commitee übermittelt die Diskussionsergebnisse in Form von Synthesen an alle Teilnehmer, die die Strategien im jeweiligen politischen, unternehmerischen oder anderen Umfeld umsetzen sollen.

Neben dem Vorsitzenden und den beiden Generalsekretären gibt es einen ehrenamtlichen Leiter der Finanzen. Lenkungsausschussmitglieder können jeder Konferenz und jedem sonstigen Treffen beiwohnen.

Im Steering Commitee sitzen zwei Mitglieder aus Deutschland, einer ist für Finanzen verantwortlich, der andere für die Auswahl der Themen und Redner. Diesen Posten hatte lange Zeit der Chefredakteur der ZEIT, THEO SOMMER, inne. Ihm folgten erst CHRISTOPH BERTRAM und danach MATTHIAS NASS, beide ebenfalls Redakteure der ZEIT.

1959 kam ein Beratungsgremium (Advisory Group) hinzu. Auf den Konferenzen stammen in der Regel zwei Drittel aus Westeuropa und ein Drittel aus Nordamerika. Die aktivsten Teilnehmer sind GIOVANNI AGNELLI (Fiat) und DAVID ROCKEFELLER (Chase Manhattan Bank). Eine starke Stellung hat auch der ehemalige US-Minister HENRY KISSINGER. Durch Diskussionen soll ein Konsens über Denk- und Handlungsrichtlinien erreicht werden. Die Trilaterale Kommission wurde auf Anraten Rockefellers auf einer Bilderberg-Konferenz gegründet.

Die Einführung des Euro geht nach Angaben des belgischen Unternehmers und Ehrenvorsitzenden ETIENNE DAVIGNON auf eine Bilderberg-Konferenz zurück. Auch bei der Gestaltung der Römischen Verträge zur Gründung der EWG kam nach Aussagen des ehemaligen US-Botschafters in Berlin, JOHN MCGHEE, den Bilderberg- Konferenzen eine „wichtige Rolle“ zu. (entnommen: wikipedia.de) Auf Grund der Geheimhaltung ist der Einfluss der Bilderberg-Konferenzen auf die Politik und die Medien nur schwer zu bestimmen. Hier treffen sich Menschen mit einem starken Einfluss auf jeweils einem wichtigen Gebiet, um Einfluss auf allen wichtigen Gebieten auszuüben. Hinzu kommt die Teilhabe am Wissen von Insidern, was ebenfalls ein Machtzuwachs bedeutet. Jeder, der zu einer Bilderberg- Konferenz eingeladen wird, profitiert also davon. Ferner schmeichelt es der Eitelkeit, zur Elite dazu zu gehören, so dass sich jeder an die Geheimhaltungspflicht hält, um wieder eingeladen zu werden.

 

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