Weltkriegsgefahr in Syrien

Syrien: Führt die Verlegung von US-Luft-Luft-Kampfjets zu einem direkten Aufeinandertreffen von Russland und den USA?

Bislang wurde der Krieg in Syrien eher als Stellvertreterkrieg zwischen dem Westen (vornehmlich den USA) und Russland wahrgenommen. Während Washington durch die Schaffung einer syrischen Opposition seine Vorstellung des Sturzes Assads zu verfolgen suchte, war die Unterstützung Moskaus zuerst defensiv darauf ausgerichtet seine Interessen (hier ist vor allem der Militärhafen Tartus zu nennen) in Syrien gewahrt zu sehen. Dies hat sich zwischenzeitlich durch das aktive Eingreifen Russlands diametral geändert und die USA ins Hintertreffen gelangen lassen.

Doch Washington wäre nicht Washington, wenn es diese neue Situation nicht dazu nützen würde zusätzlich Öl ins Feuer zu giessen.

Öl, das durchaus dazu führen kann, dass aus dem Stellvertreterkrieg ein offener Konflikt zwischen Russland und den USA wird. Etwas, das man in der Ukraine nicht schaffte.

Mehrere Ankündigungen auf beiden Regierungsseiten lassen nur erahnen, in wie weit Washington und Moskau ihre Figuren auf dem „Schachbrett Mittlerer Osten“ positioniert haben. Während Russland Kräfte und Material bereits seit Oktober nach Syrien verlegte und dies auch offiziell verlautbaren liess, wird der Einsatz von Spezialkräften (der russischen Spetsnaz) gegen die Terroristen des Islamic State noch bestritten. Ganz im Gegensatz zu Washington, dass unumwunden zugibt mit Spezialeinheiten in Syrien zu agieren. Von der direkten Unterstützung der „oppositionellen, moderaten Kräften“ bis hin zu Logistik und Organisation – all das ermöglichte erst in der Vergangheit die militärischen Erfolge gegen die syrische Armee. So wirft Russland den USA via Sputnik vor, dass es mit seinen Spezialkräften nicht nur im Osten Syriens tätig ist, wo der IS das Gebiet kontrolliert, sondern auch im Westen, wo die syrische Regierung die (noch) dominante Kraft ist und wo Russland die meiste Energie beim Kampf gegen die Terroristen einbringt.

US military advisors are alleged to have started training so-called moderate rebels near the city of Salma in the Latakia province in what amounts to breaking a pledge not to put US boots on the ground in Syria, Lebanon’s satellite television channel al-Mayadeen reported, citing an unnamed military source.
(US-Militärberater haben angeblich damit begonnen so genannte moderate Rebellen in der Nähe der Stadt Salma in der Provinz Latakia zu trainieren, was dazu führt, dass das Versprechen „keine US-Kräfte auf dem Boden in Syrien“ gebrochen wird. Das berichtete der libanesische Satelliten-TV-Sender al-Mayadeen unter Berufung auf eine ungenannte militärische Quelle.)

Jetzt stellt sich die Frage in wie weit diese Information einer „ungenannten libanesischen Quelle“ Glaubwürdigkeit besitzt. Denn glaubt man der Quelle, bedeutet das nichts anderes als dass US-Spezialkräfte sich mitten in den schweren Kämpfen zwischen der syrischen Regierung (aka den russischen Kräften) und den vom Westen unterstützten Terroristen bewegt. Nimmt man noch die von Reuters genannten inzwischen 4.000 russischen Soldaten in Syrien dazu, dann wird die Wahrscheinlichkeit eines Aufeinanderstossens US-amerikanischer und russischer Kräfte immer wahrscheinlicher. Denn was wird passieren, wenn russische Spezialkräfte im Kampf gegen Terroristen auf US-Kräfte treffen, die die Terroristen unterstützen? In wie weit wird dann der Konflikt in Syrien eskalieren? Wie wird eine US-Antwort darauf aussehen?

hier weiterlesen: http://www.konjunktion.info/2015/11/syrien-fuehrt-die-verlegung-von-us-luft-luft-kampfjets-zu-einem-direkten-aufeinandertreffen-von-russland-und-den-usa/

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